Lakers enttäuschen gegen dezimiertes Genf

SC Rapperswil-Jona Lakers

Genève-Servette HC
Spielbericht
Die SCRJ Lakers verlieren gegen ein angeschlagenes Genf-Servette mit 1:2 nach Verlängerung. Die Rapperswiler waren einmal mehr zu harmlos, weshalb es am Schluss nur zu einem Punkt reichte.
Pfiffe von den Rängen gehören in vielen Stadien zum Alltag, wenn das eigene Team schlecht spielt. In der Rapperswiler SGKB-Arena sind sie jedoch eher eine Seltenheit. Die Tatsache, dass heute solche Pfiffe zu hören waren, zeigt wie verärgert das Publikum an diesem Abend war.
Einmal mehr hatte es der SCRJ nicht geschafft eine vermeintlich machbare Aufgabe zu lösen und sich drei Punkte zu holen. Machbar schien die Aufgabe vor allem, weil die Genfer heute Abend auf neun verletzte Spieler verzichten mussten. Dass die Lakers trotz dieses Mankos lange keinen Weg fanden Stephane Charlin im Genfer Tor zu überwinden, zeigt wie harmlos sie in diesem Spiel waren.
Wie so oft in dieser Saison konnten auch heute die Special Teams nicht überzeugen, so liessen die Rapperswiler nicht weniger als sechs Powerplay-Möglichkeiten ungenutzt. Stattdessen mussten sie in der 36. Minute zusehen, wie Johnny Kneubühler von einem Bandenabpraller profitierte und die Genfer mit 0:1 in Führung brachte.
Erst mit dem Mute der Verzweiflung konnten der SCRJ in den letzten fünf Minuten genügend Druck auf das Genfer Tor ausüben, so dass Dominic Lammer einen Abpraller doch noch zum 1:1 verwerten konnte. Obwohl die Rapperswiler mit diesem Treffer das Momentum auf ihre Seite zogen, sollte es ihnen nicht vergönnt sein das Spiel noch zu drehen.
Simon LeCoultre zeigte in der Verlängerung eine schöne Einzelleistung, wobei er nach einer Drehung neben Verteidiger Larsson auch Melvin Nyffeler aussteigen liess. Trotz einem Lazarett mit vier verletzten Import-Spielern gelang es dem HC Genf-Servette damit zwei Punkte aus der SGKB-Arena zu entführen.
Während sich LeCoultre diebisch über diese Punkte freute, waren einige einheimische Fans ob dem Gezeigten derart gefrustet, dass ihren Unmut mit den seltenen Pfiffen kund taten.
