Rappi gibt die rote Laterne ab

EHC Kloten

SC Rapperswil-Jona Lakers
Spielbericht
In einem klassischen Kellerduell gewinnen die SCRJ Lakers mit 2:1 gegen den EHC Kloten. Die Rapperswiler geben die rote Laterne damit an die Klotner weiter.
Obwohl der SCRJ im Spiel gegen den HC Ambrì-Piotta endlich wieder einen Sieg feiern konnte, zeigte er gegen den EHC Kloten altbekannte Probleme. Einmal mehr gelang es den Rosenstädter auch heute nicht ihr Spiel über 60 Minuten durchzuziehen. So startete man zwar gut in dieses Spiel, weshalb Moy und Lammer die Lakers im ersten Drittel mit 2:0 in Führung bringen konnten. Im zweiten Drittel verlor man aber einmal mehr den Faden, weshalb Kloten dem Ausgleich bis zuletzt äusserst nahe kam. «Nach einem guten Start, lassen wir sie im zweiten Drittel zu einfach ins Spiel kommen. Danach übernehmen sie das Spieldiktat, weshalb es für uns ein grosser Kampf wurde», analysierte Jacob Larsson.
Den Kampf angenommen
Das positive aus Rappi-Sicht war, dass man auch nach dem Anschlusstreffer von Arttu Ruotsalainen in der 35. Minute nicht komplett aus dem Konzept fiel. Stattdessen nahm man den Kampf an und verhinderte mit allen fünf Spielern, dass die Flieger noch einmal ausgleichen konnten. Am besten sah man dies in die Schlusssekunden, als beinahe jeder Lakers-Spieler im Torraum lag und irgendwie verhinderte, dass die Klotner die Scheibe doch noch zum 2:2 in die Maschen stochern konnten. «Dass wir den Kampf angenommen haben, ist bestimmt das Beste am heutigen Abend. Es hat uns gezeigt welchen Battle Level wir in jedem Spiel brauchen», war sich Jacob Larsson bewusst.
Das Glück des Tüchtigen
Freute man sich bei den Lakers über den zweiten Sieg in Serie, musste man sich auf Seiten der Klotner darüber ärgern, dass man das Spiel im ersten Drittel verloren hatte. So hatten die Flieger mit 2:14 Schüssen im Startabschnitt nur wenig zu melden. Erschwerend kam hinzu, dass die Lakers in dieser Phase auch noch das Glück des Tüchtigen beanspruchen konnten. So blieb Klotens Bernd Wolf beim 1:0 äusserst unglücklich am Schiedsrichter hängen. Die Konsequenz war ein Turnover, den Tyler Moy auf Pass von Marlon Graf verwerten konnte.
Noch immer viel Arbeit vor den Lakers
Die Szene zum 1:0 schien symptomatisch für die Lakers. Gelang ihnen in den letzten Wochen nur wenig, konnten sie an diesem Wochenende Moral tanken, was sich sofort auch in solchen Situationen auswirkte. Trotz einiger positiver Signale muss man aber auch nach dem Sieg in Kloten konstatieren, dass noch viel Arbeit vor den Lakers liegt, wenn sie den Tabellenkeller nachhaltig verlassen und um die Play-In-Plätze spielen wollen.
